Sonntag, September 05, 2010
   
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Wetterservice Düren

Große Rur- und Urftsee-Reportage

UrftstaumauerAm 18. Juni 2009 haben wir bereits von unserer Wanderung zum Rursee im Nationalpark Eifel berichtet. Am 5. Juli 2009 wollten wir die Route fortsetzen, um Ihnen noch mehr von dieser herrlichen Landschaft in der Eifel zu zeigen.
Kommen Sie mit auf eine tolle Entdeckungsreise durch die Rureifel!
 

 

 

 


So fuhren wir wieder mit der RurTalBahn von Düren nach Heimbach. Gegen Mittag kamen wir dann dort an und das „Mäxchen“ stand schon abfahrbereit am Bahnhof, um uns zum Rursee nach Schwammenauel zu bringen:



Das “Mäxchen” fährt nur während der Betriebszeit der Rurseeflotte, also von Mai bis September. Dadurch dass der Bus doppelstöckig ist und Musik die zehn minütige Fahrt begleitet, macht es wirklich Spaß damit zu fahren! Kleiner Wegweiser:



Oben am Rursee angekommen gönnten wir uns erst einmal eine kalte Cola. Wir hatten noch etwas Zeit, also schauten wir uns noch ein wenig um. Es gibt halt immer etwas zu sehen, obwohl wir schon oft dort waren.



Nach kurzer Zeit kam dann auch schon unser Schiff, die „Aachen“, angefahren. Es waren schon sehr viele Touristen unterwegs. Kein Wunder bei dem guten Wetter.



Wir bestiegen das Schiff und nahmen natürlich oben auf dem Deck Platz. Nun konnte die Reise beginnen und ich erkläre euch nun ein paar Dinge, die den Rursee und seine Ortschaften betreffen. Die größte Freizeitbeschäftigung auf dem Rursee ist natürlich der Wassersport. Die Wassersportschule Becker ist wohl der bekannteste Dienstleister auf/an dem Rursee. Hier sendet übrigens eine der beiden Wetterstationen von unserem Kollegen Bernd Blumberg aktuelle Wetterdaten ins Internet.
 

Die zahlreichen Halbinseln auf dem Rursee laden zum Entspannen und Genießen ein. Natürlich nur mit dem Boot erreichbar ;-)



Nach zehnminütiger Fahrt erreichen wir den Anlegepunkt Eschauel. Eschauel liegt unterhalb der Orte Schmidt und Vossenack und bietet ein klein aber feines Freizeitbad für Jung und Alt.



Immer wieder kommt man an kleineren Inseln vorbei, die den Anblick des schon ohnehin schönen Sees bereichern. Gerade bei Sonnenschein ergeben sich herrliche Farben und Kontraste.



Die Windverhältnisse auf dem Wasser laden stets zum Segeln oder gar Surfen ein. Durch die Größe des Rursees kann man ausserhalb der Ferienzeit schon mal alleine und seelenruhig vor sich hin schippern, was an manchen Tagen in den Ferien nicht immer der Fall ist ;-)





Wir erreichten nun das Örtchen Woffelsbach. Hier hat so mancher gut betuchter Geschäftsmann seinen Bungalow in Hanglage mit dem herrlichen Blick auf dem Rursee. Natürlich findet man auch hier Bootsanlegestellen, Hotels und Gasthäuser.



Hier kreuzen sich die Wege der Schiffe “Aachen” und “Stella Maris”.
 

Doch auch Geschichtsinteressierte kommen hier auf ihre Kosten. In den Felsen der Halbinseln findet man noch einige erhaltene Luftschutzbunker aus dem 2. Weltkrieg. Diese dürften in den nächsten Hundert Jahren auch noch erhalten sein.



Nach 45 Minuten erreichten wir Simmerath-Rurberg. Hier könnte man die Schiffsreise entweder beenden oder aber umsteigen und die Fahrt fortsetzen. Wir entschieden uns natürlich für die zweite Variante.
 

Hier am Eiserbachdamm steht eines der Nationalparktore und Informationshäuser, welche interessante Einblicke u.a. in die Natur ermöglichen.
 

Wie an jedem Nationalparktor findet man auch hier einen Münzprägeautomaten, um sich ein besonderes Souvenir mit nach Hause zu nehmen.
 


Der neugestaltete Eiserbachdamm:
 

Ein besonderer Freizeitspaß im Sommer ist das sanierte Erlebnisbad. Hierfür wurde ein Teil des Rursees durch den Eiserbachdamm abgetrennt und zum Freizeitbad umgebaut. Dieses wurde im Jahre 2007 nach einer Komplettsanierung und Erweiterung wiedereröffnet:
 

Nun gingen wir weiter über dem Paulushofdamm zur Schiffsanlegestelle am Obersee. Der Obersee ist ein Vorbecken, welches Wasser der Rur und der Urft aufstaut. Dieser dient als reines Trinkwasserreservoire und umfasst ein Stauvolumen von 23 Mio. m³.
 



Vom Obersee aus bietet die Rurflotte zwei unterschiedliche Routen an. Entweder nach Einruhr oder zur Urfttalsperre. Wir setzten also unsere Reise fort und entschieden uns für die Urfttalsperre, welche bis 2006 nur an Sonn- und Feiertagen angefahren werden durfte und ab 2008 tägliches Ziel der Flotte ist. Grund hierfür waren die belgischen Truppen, die auf der Ordensburg Vogelsang stationiert waren und das nahe Umland als Truppenübungsplätze benutzt haben. Die Truppen zogen Ende 2005 ab. Unser Schiff kam pünktlich und wir begaben und nun auf die Reise durch das wohl schönste Teilstück dieser Schiffahrt.
 

Nicht umsonst nennt man diese Route die “Amazonas” oder “Fjorde” Deutschlands. Wir lassen nun mal ein paar Bilder sprechen:
 







Nach einer halben Stunde wurde dann die Sicht auf die imposante Urfttalsperrre frei.
 

Die Urfttalsperre, welche den 2,16km² großen Urftsee aufstaut, wurde von 1900 bis 1905 errichtet. Diese ist 58,50m hoch und 226m lang. Von der Urfttalsperre durch den Sockel einer schmalen Halbinsel getrennt befindet sich nördlich der Mauer die Hochwasserentlastung als Überfallwehr mit maximal 91 m Breite und Kaskaden mit insgesamt 33 Stufen.
 

Hier ein Blick auf den Urftsee mit der NS Ordensburg Vogelsang (rechte Bildhälfte oben):
 

Die NS Ordensburg Vogelsang:
 

Nun stärkten wir uns zunächst mit einer Käse-/Schinkenplatte und genossen, wie es sich gehört, ein echtes Eifeler Landbier.
 

Hier noch ein paar Impressionen vom Urftsee:
 



Nach einer ordentlichen Brotzeit erkundeten wir die Talsperre. Zunächst anhand der sehr informativen Infotafeln:
 

Dann ging es rauf auf die Dammkrone zum Übergang der Staumauer. Hier in der Seitenansicht. Schön zu sehen sind die Kaskaden:
 

Talsicht:
 

Überlaufwannen:
 

Ein kleiner Hauch Norwegen:
 

Leider setzte nun mäßiger Regen ein und machte die Stimmung zwar nicht mehr ganz so freundlich, jedoch kam nun noch mehr norwegische Stimmung auf. Der Urftsee mit einem seiner Grundablasstürme:
 

Nun noch ein paar Impressionen vom Urftsee:
 



Talblick:








Dann traten wir die Rückreise an und unsere Schiffstour endete wieder in Schwammenauel am Rursee. Dort wartete auch schon die RurseeBahn zur weiteren Fahrt ins Tal nach Heimbach:
 

In Heimbach gingen wir dann noch im Gasthof “Zur alten Mühle” essen und ließen den Tag bei einem kühlen „Blonden“ ausklingen.



Später, auf dem Weg zum Bahnhof Heimbach, gab es dann an der Rur noch eine sehr schöne Nebelstimmung. Hier zum Abschluss ein paar Impressionen:
 









Bahnhof und Nationalparktor Heimbach:
 

Wir hoffen, Ihnen hat der Bericht gefallen!

Beste Grüße, Thomas

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